SPD Mannheim-Käfertal

 

Konversion - eine Chance für die Stadt

Veröffentlicht in Kommunalpolitik

66 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs werden nun die letzten Truppen der US Army Mannheim verlassen. „Die ehemaligen Sieger und Befreier von der Tyrannei der NS- Diktatur sind über mehr als ein halbes Jahrhundert fester Bestandteil unserer Stadtgesellschaft geworden und wir verabschieden sie als unsere Verbündete, Freunde und Partner“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD- Gemeinderatsfraktion, Ralf Eisenhauer.

Das Freiwerden von insgesamt 510 ha militärisch genutzter Fläche bis voraussichtlich 2015 stellt für Mannheim eine große Herausforderung dar, kann gleichzeitig aber auch einzigartige Chancen für die Stadtentwicklung bieten. Denkbar sind neue Nutzungen für Gewerbe, Wohnen, Naherholung und Infrastruktur. Für die grundsätzliche Nutzung der einzelnen Liegenschaften gibt es seitens der Stadtverwaltung bereits Untersuchungen und Überlegungen, doch wollen die Sozialdemokraten im Mannheimer Gemeinderat diese historische Chance auch nutzen, um neue Formen der Bürgerbeteiligung zu entwickeln.

„Je mehr Menschen wir frühzeitig in unsere Überlegungen einbeziehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Entscheidungen über die Weiterentwicklung dieser Flächen breite Unterstützung erfahren“ so Ralf Eisenhauer, der die SPD- Gemeinderatsfraktion im neu zu bildenden Ausschuss „Konversion“ des Mannheimer Gemeinderats vertreten wird.

In einer ersten Phase sollen zunächst Ideen gesammelt und bewertet werden, was auf den einzelnen Liegenschaften denkbar wäre. „Wir werden noch vor der Sommerpause in den als erstes betroffenen Stadtteilen Neckarstadt (Turley Barracks), Käfertal / Vogelstang (Benjamin Franklin Village, Taylor und Spinelli Barracks) und Seckenheim (Hammond Barracks) mit der Bürgerschaft in den Dialog gehen. Wir wollen vor allem zuhören und Anregungen aufnehmen, aber auch unsere eigenen ersten Überlegungen zur Diskussion stellen.“

Eisenhauer, gebürtiger Neckarstädter und jahrelang in Käfertal wohnhaft, kennt viele ehemalige US- Liegenschaften in ganz Süddeutschland durch seine berufliche Tätigkeit als Projektleiter für das US- Army- Geschäft bei dem Frankfurter Bauunternehmen Wayss & Freytag und warnt: „Es muss uns als Stadt Mannheim und als Region Rhein Neckar gelingen, das Gesamtpaket aller freiwerdenden Flächen treuhänderisch vom Bund zu übernehmen. Nur so bleiben wir Herr des Verfahrens und können maßgeblichen Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung der kommenden Jahrzehnte nehmen. Ein Herauspicken einzelner Rosinen und die Veräußerung durch den Bund an irgend welche privaten Investoren ist für uns nicht hinnehmbar und dem werden wir uns mit allen Mitteln des kommunalen Planungsrechts entgegen setzen.“ Das Beispiel Tur- ley Barracks zeige, wie schwierig die Zusammenarbeit mit privaten Investoren ist, die vom Bund ausschließlich nach Renditegesichtspunkten den Zuschlag erhalten, ohne zuvor mit der Stadt gemeinsame Entwicklungsperspektiven zu vereinbaren.

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass durch die von Oberbürgermeister Dr. Kurz angestoßene breite Beteiligung die Bürgerschaft in allen Phasen dieses historisch einmaligen Stadtentwicklungsprozesses zur Mitarbeit und somit auch zur Unterstützung dieser immensen Herausforderung gewonnen werden kann. Und wir werden als Mannheimer SPD unseren eigenen Beitrag dazu leisten, dass insbesondere Fragen der sozialen und ökologischen Entwicklung in den Stadtteilen angemessen berücksichtigt werden.

Es geht neben Entwicklungschancen für Gewerbeansiedlungen in den Taylor Barracks insbesondere bei der Benjamin Franklin Village um Fragen des kommunalen Wohnungsmarkts, der Zusammensetzung der künftigen Bewohnerschaft aber auch um Möglichkeiten von gehobenem Wohnungsbau und ökologischen Aufwertungen etwa auf dem Gelände der Spinelli Barracks.“ so Eisenhauer, der als Mitglied in der Verbandsversammlung die Mannheimer SPD auch im Planungsausschuss der Metropolregion Rhein- Neckar vertritt.

 

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