SPD Mannheim-Käfertal

 

MVV RegionPlan präsentiert im Bezirksbeirat drei Varianten, wie eine Tiefgarage an der Mannheimer Straße aussehen könnte

Veröffentlicht in Presseecho

Die Frage, ob der geplante Edeka-Markt an der Mannheimer Straße eine Tiefgarage bekommt, bleibt vorerst ungeklärt. Eine Machbarkeitsstudie soll Klarheit über tatsächliche Kosten und Aufwendungen für den laufenden Betrieb bringen. Doch um dieses zu beauftragen, muss eine Fraktion zunächst einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat stellen. Bei der von Stadtrat Carsten Südmersen geleiteten öffentlichen Bezirksbeiratssitzung zeigte Dr. Alexander Kuhn von MVV RegioPlan verschiedene Varianten auf. Kosten von bis zu 2 Millionen Euro könnten entstehen.

Davon abgesehen haben alle drei vorgestellten Varianten Vor- und Nachteile hinsichtlich Eingriffen in den Stempelpark, Anbindung ans Kulturhaus und der Anzahl an Stellplätzen, die tatsächlich zusätzlich entstehen. Baut man etwa die Tiefgarage direkt unter den Markt, ist von 54 bis 60 Stellplätzen auszugehen, so Kuhn. Der tatsächliche Zugewinn liege aber nur bei 28 Stellplätzen. Ein Vorteil sei, dass besonders wertvolle Bäume im Park erhalten bleiben könnten, allerdings drohe eine Verzögerung der Gesamtbaumaßnahme. Eine Tiefgarage auf der westlichen Geländeseite, dem jetzigen Parkplatz, hätte den Vorteil einer direkten Zugangsmöglichkeit zum Kulturhaus. Allerdings würden nur 16 Stellplätze zusätzlich entstehen, es sei denn man baue ein bis zwei weitere Etagen oberirdisch. Dies wiederum, so Kuhn, würde aufgrund der Rampen eine erhöhte Lärmbelästigung für die Anwohner mit sich bringen. Außerdem werde bei dieser Variante die Anliefersituation für das Kulturhaus und den Nahversorger beeinträchtigt.

Eine weitere Variante sieht eine Tiefgarage unterhalb des Stempelparks vor, hier könnten 40 zusätzliche Stellplätze und die Zufahrten getrennt voneinander entstehen. Runde 400 Quadratmeter an Grünfläche entstünden zusätzlich, es handele sich aber nur um Nachbegrünungsmaßnahmen auf keinem natürlichen Grund, Bäume müssten dennoch fallen. Generell problematisch sei die Frage der Wirtschaftlichkeit, meinte Kuhn. "Je kleiner die Tiefgarage ist, umso schwieriger wird es, die laufenden Unterhaltungskosten zu erwirtschaften." Dieser Bereich müsste demnach permanent bezuschusst und mit in die Kalkulation mit eingerechnet werden. Ohnehin bezweifelten die Mannheimer Parkhausbetriebe die Akzeptanz einer Tiefgarage in Käfertal. Der Marktbetreiber habe signalisiert, dass eine Tiefgarage sich an diesem Standort nicht rechne. Deshalb werde man sich auch nicht an Kosten beteiligen.
Ablehnende Haltung der SPD

Auch die SPD lehnt eine Tiefgaragenlösung ab - aus drei Gründen, wie Melanie Seidenglanz klarstellte: "Erstens aus ökonomischen Gründen, zweitens aus ökologischen Gründen, weil wir von Anfang an der Meinung waren, dass so viele Bäume wie möglich erhalten bleiben sollten, und drittens aus sozialen Gründen." Mit einer Tiefgarage entstehe ein weiterer Angstraum, wo man doch die Unterführung der B 38 weghaben wolle. CDU-Sprecher Michael Mayer wollte zumindest prüfen lassen, ob oberirdische Parkdecks über eine Tiefgarage nicht machbar seien. Carsten Südmersen appellierte an die Verwaltung, nochmals mit Edeka zu verhandeln, ob man sich nicht doch in irgendeiner Form an den Kosten beteiligen könne.

Roland Hartung geht das alles nicht schnell genug. Er sprach von "Rumeierei". Seit vier Jahren verfolge er das Thema Nahversorger nun schon als Käfertaler Bürger, und man befasse sich immer noch mit Fragen, die eigentlich schon längst hätten geklärt sein müssen. Fakt sei, dass ein Vollsortimenter zusätzlichen motorisierten Individualverkehr nach Käfertal bringe. Wenn man also davon ausgehe, dass die vorhandenen Parkplätze nicht ausreichen, aber nicht mehr als unbedingt nötig in den Stempelpark eingreifen wolle, komme man nicht umhin, die Stellplätze nach unten oder nach oben zu bauen. "Es ist wichtig, dass wir in diesem Jahr noch wissen, wo's langgeht", schlug er vor, sobald wie möglich einen öffentlichen Workshop zu veranstalten, wo die Stellplatzfrage endgültig geklärt werde.

Um das Bebauungsplanverfahren nicht unnötig zu verzögern, empfiehlt Kuhn eine parallele Vorgehensweise. Der Bebauungsplan werde in dem Moment rechtskräftig, wenn die Kindergartenkinder in ihr neues Kinderhaus in der Ladenburger Straße umziehen könnten. Kuhn rechnet bis zum Ende des Jahres damit. Die Stadträte Roland Weiß und Peter Pfanz-Sponagel sagten zu, sich im Gemeinderat für eine Machbarkeitsstudie stark zu machen, und auch Carsten Südmersen betonte abschließend: "Eines ist klar geworden: Ohne zusätzliche Parkplätze wird es dort nicht gehen."

© Mannheimer Morgen, Freitag, 22.02.2013 / Redaktionsmitglied Dirk Jansch

 

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